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Großglockner Ultratrail

Ein überraschender Gewinn, abwechslungsreiche Emotionen und ganz viel Leidenschaft - das war der Großglockner Ultratrail für mich! Auf 35km und 1500 Höhenmeter passiert so einiges mit einem selbst. Eine Erfahrung, die ich hier mit euch teilen möchte!

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der renntag…

Am Renntag freute ich mich das DNA-Outfit von Dynafit tragen zu können. Ich fühlte mich damit fast schon wie ein routinierter Profi. Am Start war ich dann lockerer als die Tage zuvor. Direkt zu Beginn ging es 280 sehr steile Höhenmeter nach oben. Danach wurde es etwas technischer, aber die Landschaft umso schöner. Bei der Rudolfshütte erwartete mich der erste Downhill. Er war großartig und schenkte mir viel Energie für den 2. Aufstieg zum Kapruner Törl. Blöderweise rutschte ich bei einem Stein aus und schürfte mir meinen Unterarm auf. Beim Kapruner Törl angelangt, offenbarte sich auf der anderen Seite ebenso eine wunderschöne Landschaft. Die ersten Meter hinunter waren steinig und schwierig. Danach wurde man belohnt mit wunderschönen Trails. Bis zur nächsten Labestation dauerte es jedoch noch und mir ging das Wasser aus. Es wurde immer heißer. Das DNA-Oufit von Dynafit war nach wie vor perfekt für dieses Event. Es ist sehr leicht und fühlt sich auf der Haut richtig weich an. Als ich endlich bei der 2. Labestation am Mooserboden angekommen war, meine Flasks auffüllen konnte und mir eine Wassermelone gönnte, war ich wieder voller Energie. In meinem Kopf fühlte sich das Ziel quasi schon ‚um die Ecke an‘. Zeit und KM-check:  

>> „Wenn ma jetzt no Gas geben, gehn sich die 6h aus.“

Blöderweise fingen dann die kleinen Wehwehchen an, die wohl auch mit dem mangelten Training für die Distanz einhergingen. Angefangen mit einem Krampf in der Wade und gefolgt mit Schmerzen in den Füßen. Ich wurde langsamer, war aber immer noch hochmotiviert. Laut meiner Uhr waren es nur noch 5km. 6h gingen sich nicht genau aus, aber immerhin nur etwas drüber. Tja, leider hatte meine Uhr unrecht, denn es waren immer noch 8km bis zum Ziel. Plötzlich fühlte ich mich extrem schwach, war traurig, dass meine Traumzeit weit entfernt war. Ich fing an immer wieder Teile zu gehen. Zeitweise wollte ich am liebsten Weinen und grantelte ewig vor mir hin. Hie und da konnte ich mich wieder für einige Meter ermutigen zu laufen. Die letzten Kilometer kosteten mich enorm viel Zeit. Irgendwann war es nur noch 1km bis ins Ziel und trotz Kopfweh und Wadenschmerzen konnte ich mich noch einmal dazu bringen zu laufen. Die Energie vom Zielgelände war so gewaltig, dass ich nochmal richtig anzog, sodass ich sogar über die Ziellinie noch einen Freudensprung machte. 

>> Freudensprung ins Ziel

Schlussendlich waren es 6h und 32 Minuten. Es war nicht das, was ich mir gewünscht hätte, aber angesichts der Verletzung kann ich mich sehr über einen 19. Platz in meiner Altersklasse freuen!

Es gibt so viele Menschen, denen ich meinen Dank aussprechen möchte: meinem wundervollen Freund, der mich bei so vielen Trainings und besonders auch beim GGUT begleitet hat – meine Waden während dem Lauf massierte und mir auch immer gut zu gesprochen hat, damit ich weitermachte. Bei meinem Trainer Markus, der in 1,5 Monaten mehr aus mir herausgeholt hat, als ich es von 3 Monaten erwartet hätte. Außerdem danke ich noch meiner Physiotherapeutin Johanna, die mich sofort einen Tag nach der Diagnose behandelte. Natürlich gilt mein Dank auch Bründl für den Startplatz und das tolle DNA Outfit von Dynafit. Des Weiteren danke ich meinen Eltern, welche mich wie in Kindheitstagen zum Start brachten und im Ziel gemeinsam mit Melli auf mich warteten. Danke dafür! Und noch soooo viele mehr, die mich in der Vorbereitungszeit unterstützten. Danke an euch allen <3